Dominiks Blog-Tagebuch aus Marokko - First race-day

3aieieiei…

Halli hallo, ich hoffe mein Eintrag von gestern hat mehr als 3 Leuten gefallen (also Mama, Papa, Schwester… viele Grüße an die Familie).

Ja die Abholung gestern hat einwandfrei geklappt. 3 Mann warteten auf mich (Micha, Kameramann Moritz und Mädchen für alles Jan).

Nach dem obligatorischen marokkanischen Minztee und einem kurzen Stopp an der Moschee Hassan II (eine der 3 größten der Welt) ging es die 130 Kilometer bis zum Start und Ziel des heutigen Rennens Khouribga. Angekommen weckten wir kurz die zwei die das 3er Zimmer schon bezogen hatten (Fabi& Freddy) Moritz und ich verteilten und auf Bett und Isomatte. Ich teile das Zimmer also mit 3 Jungs.

Zum Frühstück Weißbrot, Kaffee, Oliven und Ei. Dann ging es ans Rad einstellen (ja das erste Mal, dass ich den ROSE Renner des Teams benutze) und die erste Runde um den Block fahren… Das zweite Frühstück sparte ich mir. Ich wollte ja nicht die ersten 30 Kilometer noch den Fisch verdauen (den die anderen bekamen).

Um 3zehn Uhr sollte dieses erste 133 Km lange Rennen dieser 3er  Serie (3ème Challange des villes phosphatières, wie sie wohl schlussendlich heißt) losgehen. Vor dem Startschuss nahmen wir uns noch 3 Minütchen um den „Plan“ fürs Rennen zu besprechen. Unser Team Auto hatte die Nummer 3 gezogen, daraufhin entschied ich, dass ein Fahrer in den ersten 3 auch das Ziel sein sollte (man sollte immer ambitionierte Ziele stecken ist meine Devise ;)).

Ich (da ich ja bis dahin meine Teammitglieder kaum kannte) fragte, ob jemand sehr endschnell sei. Max bejate dies. Daher war klar, wenn es ein Finale in großer Gruppe gäbe, würden wir versuchen ihm den Sprint vorzubereiten. Es erschien mir jedoch wahrscheinlicher, auch ob des erstaunlich kleinen Fahrerfeldes, dass kleinere Gruppen den Weg zum Ziel finden. Ich bat die Jungs möglichst auf den Ersten 10-20 Kilometern sehr aufmerksam mitzuspringen und wollte mich versuchen in dieser Phase noch zurückzuhalten, da ich (auch ob meiner langen Rennpause) mir eine Aufwärmphase zugestehen wollte.

Nach landestüpischen Trommeleinlagen erfolgte der Startschuss… und optimaler Weise konnten wir für Moritz noch einen Rücksitz auf einem Motorrad klar machen, sodass er das ganze Rennen lang die Action bestens aufnehmen konnte.

Und diese entfaltete sich wie folgt: Übliche Springerei- in der ersten etwas aussichtsreicheren 3er Gruppe hatten wir mit unserem langen Yannik einen Fahrer dabei. Doch die zahlreichen marokkanischen  Nationalfahrer (2 Teams) wollten augenscheinlich mindestens 3 bis sieben Fahrer in der Gruppe haben… Also ging es weiter. Bis so um Kilometer 33 sich 3undzwanzig Fahrer absetzten mit erfreulicherweise 3 von uns (Yannik-chapeau nach der ersten Attacke, Freddy und Ich). Von den europäischen Teams waren wir somit am besten vertreten. Die Marokkaner hatten gefühlt 3zehn Fahrer dabei ;).

Die tendenziell abfallenden ersten zwei Drittel verliefen dann recht ruhig. Auf dem letzten Drittel, welches leicht ansteigend, wellig mit leichtem Gegenwind war, gingen dann die Attacken wieder los. Bei einer der ersten (wahrscheinlich die Nr. 3 ;)) klemmte ich mich ans Hinterrad der Nummer 1 (Marokkanisches National Team). Kurz sah es vielversprechend aus, dann war ich überrascht zu sehen, dass weitere rote Flitzer zu uns aufschlossen (und die Gruppe mitzogen). Ab da war klar Marokko will die Überzahl behalten.

Zwei, 3 Hügel später(noch 3sig zum Ziel) waren dann 2 marokkanische Fahrer ausgerissen. Dann wurde bei uns nochmal heftig beschleunigt und wir alle 3 bekamen Probleme die Gruppe zu halten. Jannik rette sich einstweilen mit hinüber. Freddy und ich platzten auf.

Die ungewohnt heftige „Laktateinspritzung“ sowie die marokkanische Dezemberhitze (hab mir mehrmals Wasser über den Kopf geschüttet), ließen meinen Kopf gefühlt 3cm an Umfang zunehmen. Also beschloss ich mich (anders als Freddy) dagegen noch mal „volles Mett“ hinterher zu bücken. Ich radelte also eine Weile mir kleinem Blatt (aber Polizeibegleitung) weiter schaute mich etwas in der (recht kargen) Landschaft um. Auffielen mir die Förderbänder entlang der Straße… schätzungsweise von den Phosphatmienen.

10 vor Ziel sah ich dann eine kleine (genau es waren 3) von hintern herannahen. Ich beschleunigte ein wenig, damit sie nicht an mir vorbeipreschten und musste schon noch etwas klemmen um über die Kuppe dran zu bleiben. Das machte mir Respekt für den letzten Hügel des Tages. Dort musste ich mir auch nochmal die volle Ladung Laktat einschenken um strammen Tempo des ruandischen Landsmann(fürs nächste Mal schau ich im Duden  wie das richtig heißt) folgen zu können. Bei 3 vor Ziel schaute ich auf den Tacho und wen wird’s noch wundern wir waren 3 Stunden unterwegs.

Im Zielsprint gab ich nicht das Letzte und rollte hinter den 3 Afrikanern über die Linie. Wir warteten auf die fehlenden 3, vom denen Max von Krämpfen geplagt in wenig Verspätung hatte.

Auch wenn mit Platz 3 (noch) nix geworden ist sind wir alle zufrieden mit dem ersten Renntag.

So, so, so… genug 3er für Heute.

Denk dran immer schön die Welt umarmen (embrace=umarmen)

Euch schick ich auch eine Umarmung aus Afrika…

Bis Bald der DOMi

Kleiner Nachtrag: meine Platzierung: 3undzwanzigster 


Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Lindsy Isreal (Mittwoch, 01 Februar 2017 15:16)


    First of all I would like to say fantastic blog! I had a quick question which I'd like to ask if you do not mind. I was interested to find out how you center yourself and clear your mind prior to writing. I have had a tough time clearing my thoughts in getting my thoughts out there. I do take pleasure in writing however it just seems like the first 10 to 15 minutes tend to be lost just trying to figure out how to begin. Any recommendations or tips? Thank you!